Mediä…WAT?! 60 – Visionen aus der Hölle und die Arbeit eines Historikers am deutschen Bundestag (24.04.2026)

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In der heutigen Folge gibt unser neues Teammitglied Till sein Debüt in der Rolle des Hosts. Begleitet wird er dabei von Ben, der mögliche Gefühle der Nervosität sehr gut nachempfinden kann – schließlich heißt nervös sein ja auch, dass man mit dem Herzen bei der Sache ist! Außerdem quatschen die beiden über Tills Bachelorarbeit und April-Tagungen, bevor es ans Eingemachte geht: Der heutige Gast ist Maximilian Hauten, der sich in seiner Masterarbeit mit mittelalterlicher Visionsliteratur befasst hat. Besonders interessiert haben ihn Darstellungen von keinem geringerem Ort als der Hölle.

Doch bevor die drei gemeinsam die Pforten der ewigen Verdammnis passieren, erzählt uns Maximilian etwas von seinem neuen Job: Er hat es als Mediävist in den Bundestag geschafft! Dort ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten. Im Gespräch zeigt uns Maximilian tolle Perspektiven für alle Of-Arts-Absolvent:innen und beweist, dass auch abseits der Universität spannende akademische Laufbahnen stattfinden können.

Ganz im Herzen der heutigen Folge steht das Genre der Visionsliteratur. Maximilian hat in drei mittelalterlichen Quellen, den Visiones Pauli, Tnugdali und Lazari die Darstellung des literarischen Raums der Hölle untersucht. Dabei ist diese keinesfalls so eindeutig wie zuerst angenommen. Ihr wolltet schon immer wissen, welche nicht-weltlichen Orte es neben dem Fegefeuer noch gibt und wie eine mögliche Höllenreise aussehen könnte? Maximilian führt uns mit den Visiones durch die spannenden Aushandlungsprozesse des Mittelalters zu Höllen-Vorstellungen.

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